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Seine Seele

Oomph!
Sie war noch keine dreizehn Jahre,
Und sie trug ein blütenweißes Kleid,
Die langen blond gelockten Haare,
Umspielten Augen voller Traurigkeit

Sie fanden sie im dunklen Keller,
Ihres jahrelangen Peinigers,
Dort unten herrschte Totenstille,
Und doch auch irgendetwas Heiliges

Sie sagte:
‘Gott ich suche schon seit Stunden,
Doch ich habe nichts gefunden,
Ich wusste immer, dass ihm etwas fehlt’

Sie wollte seine Seele sehen,
Sie wollte sehen, wo seine Liebe wohnt,
Sie wollte seine Seele sehen,
Sie wollte sehen, ob sich die Liebe lohnt,
Sie wollte einmal nur sein Herz berühren,
Und endlich seine Grausamkeit verstehen

Sie hatte sich ihm hingegeben,
Aber diesmal war sie nicht berauscht,
Nun konnte er sich nicht bewegen,
Denn diesmal hatte sie das Glas vertauscht

Sie fragte,
'Wenn ich dir den Bauch aufschneide,
Find' ich doch nur Eingeweide?
Oder werd’ ich deine Seele sehen?’

Sie wollte seine Seele sehen,
Sie wollte sehen, wo seine Liebe wohnt,
Sie wollte seine Seele sehen,
Sie wollte sehen, ob sich die Liebe lohnt,
Sie wollte einmal nur sein Herz berühren,
Und endlich seine Grausamkeit verstehen

In ihrer Hand hielt sie ein Messer,
Haut ihn auch auf seiner Schulter rot,
Und niemand würde ihn vergessen,
Den Anblick, der sich ihren Augen bot

Sie sagte,
'Gott ich hab’ ihn ausgeweidet,
Und ich wollte, dass er leidet,
Doch scheinbar war sein Körper nie besehen'

Sie wollte seine Seele sehen,
Sie wollte sehen, wo seine Liebe wohnt,
Sie wollte seine Seele sehen,
Sie wollte sehen, ob sich die Liebe lohnt,
Sie wollte einmal nur sein Herz berühren,
Und endlich seine Grausamkeit verstehen